San Hilda

Wie wir in Krisenzeiten unsere innere Sicherheit wiederfinden

Merrit Kraus
30.09.2025
mentale Resilienz Katja Fischer San Hilda Magazin

Stärkende Coaching-Impulse und alltagstaugliche Rituale für mentale Resilienz – gerade in Zeiten von Wandel und Ungewissheit

Es gibt diese Momente im Leben, in denen der Boden unter den Füßen ins Wanken gerät. Plötzlich ist nichts mehr so selbstverständlich: Restrukturierungen im Job, unsichere Nachrichten, ein Konflikt im Team oder auch persönliche Veränderungen wie Elternzeit oder
Krankheit.

Viele Frauen, mit denen ich arbeite, beschreiben genau dieses Gefühl. Eine Klientin sagte einmal: „Nach außen wirke ich stark und organisiert – aber innerlich habe ich das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.“

Ein Gastbeitrag.

Warum uns Krisen so aus der Balance bringen

Aus psychologischer Sicht ist das völlig normal:

Unser Nervensystem liebt Sicherheit und Vorhersagbarkeit.

Gerät es ins Wanken, reagiert der Körper mit Alarm – Herzrasen, Grübelschleifen, Schlafstörungen.

Die gute Nachricht: Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern ein trainierbarer Muskel. Studien aus der Resilienzforschung zeigen, dass Menschen mit klaren Routinen, stabilen Werten und bewusstem Umgang mit Stressoren deutlich widerstandsfähiger durch Krisen gehen.

Drei alltagstaugliche Rituale für innere Sicherheit

1. Atemanker im Alltag

Eine einfache, aber hochwirksame Technik: die 4-7-11-Atmung. Vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden ausatmen, elf Wiederholungen. Studien zeigen, dass unser Nervensystem dadurch vom Stress- in den Ruhemodus wechseln kann. Perfekt in der Kaffeepause, vor einem wichtigen Gespräch oder abends im Bett.

2. Werte als Kompass

In unklaren Zeiten ist es leicht, sich im Außen zu verlieren. Nimm dir ein Blatt Papier und notiere deine drei wichtigsten Werte (z. B. Familie, Freiheit, Gesundheit). Stelle dir dann die Frage: Welche kleine Entscheidung heute kann ich so treffen, dass sie meinen Werten
entspricht? Das bringt sofort Orientierung und reduziert das Gefühl von Fremdbestimmung.

3. Mikro-Momente der Selbstfürsorge

Resilienz bedeutet nicht, alles auszuhalten, sondern Pausen zu schaffen. Mini-Rituale wie ein Spaziergang ohne Handy, ein Glas Wasser bewusst trinken oder zwei Minuten Schulterkreisen wirken banal – sind aber nachweislich „Mikro-Erholungen“, die unser System wieder ins Gleichgewicht bringen.

💫 Lust auf mehr?

Erfahre im Gastbeitrag von Sina wie Meditation ein hilfreicher Anker bei Stress sein kann.

Krisen als Wendepunkte

Wenn die äußere Welt wackelt, können wir im Inneren neue Stärke entdecken. Mentale Resilienz bedeutet nicht, unerschütterlich zu sein, sondern beweglich. Es geht darum, sich selbst zu spüren, den eigenen inneren Boden wiederzufinden und dadurch mit mehr Klarheit und Gelassenheit die nächsten Schritte zu gehen.

Reflexionsimpulse für dich

  • Wo in deinem Alltag fühlst du dich gerade am meisten „ins Wanken gebracht“?
  • Welche deiner Werte könnten dir jetzt als Orientierung helfen?
  • Welche kleine tägliche Routine könnte zu deinem ganz persönlichen Sicherheitsanker werden?
  • Und was wäre eine Mikro-Pause, die du dir noch heute gönnen kannst?

Über die Autorin
Katja Kaiser ist Coach für Karriere und mentale Gesundheit. Sie begleitet ambitionierte Frauen dabei, in Zeiten von Wandel und Druck beruflich und persönlich stabil zu bleiben.

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