Alternative Heilmethoden: Eine Übersicht
Alternative Heilmethoden beinhalten eine Vielzahl von Methoden und Behandlungskonzepten.
Julia Fischer begleitet seit vielen Jahren Menschen auf ihrem individuellen Heilungsweg unter anderem mit psychedelischen Retreats. Nach einem radikalen beruflichen Wandel hat sie sich der Psychotherapie (HP), Hypnose, Familienaufstellungen und schamanischen Arbeit verschrieben. In den letzten Jahren hat sie zudem begonnen, Psilocybin-Zeremonien in den Niederlanden anzubieten.
Im Gespräch spricht sie über über ihren Weg zur Heilpraktikerin und die heilsame Kraft (und Risiken) von psychedelischen Retreats.
Zum Beruf der Heilpraktikerin bin ich gekommen, wie es glaube ich bei vielen der Fall ist – durch eine eigene Lebenskrise. Ich komme eigentlich aus der Wirtschaft und bin damals durch eine Trennung und eine ziemliche Krise überhaupt auf diesen alternativen Bereich gekommen. Wir hatten damals eine Paarberatung, die ganz gruselig war, da kam der Gedanke: Das kann ich besser. Ich möchte das anders machen.
Dann habe ich von der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie erfahren. In einer Sitzung dort konnte ich so viel Schmerz bearbeiten, der sich körperlich ausgewirkt hatte. Das hat mir die Augen geöffnet. Ich merkte, wie wichtig es ist, in die Tiefe zu schauen.
Über Hypnotherapie und Familienstellen habe ich meinen Weg gefunden. 2011 bin ich hauptberuflich in meine Praxis gestartet.
Das kam einige Jahre später – wieder durch eine Krise. Nacheinander, habe ich mir beide Füße gebrochen. Das war 2021. Damals war ich in Holland und hörte von diesen Trüffeln. Ich habe sie ausprobiert und es war eine bahnbrechende Erfahrung.
Ich konnte viele alte Themen bearbeiten. Urvertrauen, sich nicht zuhause fühlen, Ängste. Ich arbeite gerne mit Zeremonien und bin tief in den keltischen Schamanismus eingetaucht. Da war der Wunsch, alles zu verbinden und das tue ich nun seit etwa zweieinhalb bis drei Jahren.
Sehr gerne. Das Retreat beginnt am Freitagabend. Wir schaffen Raum, um in der Gruppe anzukommen, und schauen, welche inneren Anteile noch im Widerstand oder in Angst sind. Da arbeite ich mit systemischen, körperorientierten und gestalttherapeutischen Tools.
Am Samstag gibt es eine Meditation, wir klären die Absicht. Dann folgt die Zeremonie selbst, von Mittag bis in den Abend. Ich gestalte den Raum bewusst schamanisch und therapeutisch: sicher, heilsam, gehalten.
Am Sonntag gibt es Breathwork zur Integration und ein Sharing. Oft entstehen auch kollektive Prozesse. Danach begleite ich gern in der Nachsorge weiter.
Nein, das ist in Deutschland leider nicht legal. Die Zeremonien finden deshalb in den Niederlanden statt, etwa vier Stunden von Hamburg entfernt. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändern wird, es laufen viele Studien, die das große Potenzial dieser Arbeit belegen.
Beides ist möglich. Wenn sich eine Gruppe schon kennt, mache ich ein geschlossenes Retreat. Ansonsten treffen sich Menschen neu. Das funktioniert sehr gut – ähnlich wie beim Familienstellen. Oft entstehen sogar kollektive Themen, die in der Gruppe bearbeitet werden können.
Es gibt diesen schönen Begriff der Neuroplastizität. Durch Psilocybin entstehen neue neuronale Verknüpfungen. Alte Glaubenssätze können sich lösen, neue Perspektiven werden möglich.
Viele kommen mit einem engen Blick und gehen mit erweitertem Horizont. Es geht auch um Herzöffnung, um das Fühlen, nicht nur das Verstehen.
Natürlich. Es ist eine Einladung zur Kontrollaufgabe, das macht vielen Angst. Aber genau da liegt die Chance. Wenn schwierige Emotionen hochkommen, ist das oft heilsam. Ich schaffe dafür einen sicheren Rahmen.
Kontraindikationen sind z. B. Schwangerschaft, Psychosen oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antidepressiva. Es gibt immer ein ausführliches Vorgespräch.
Ein Teilnehmer hatte eine MS-Diagnose. Während der Reise bekam er eine tiefe Verbindung zu seinen Zellen, die ihm „sagten“, dass Heilung möglich ist. Er fühlte sich wie elektrisiert, als ob sein Körper ihm Mut zuspricht. Das war für ihn ein echter Wendepunkt. Ich glaube, dass diese Erfahrung viel in ihm bewegt hat.
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Erfahre mehr über die Anfänge von alternativen Heilmethoden und ihre heutige Verbreitung.
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